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Estland

Tallinn

Wir reisen direkt mit der Fähre von Helsinki in die Hauptstadt Estlands ein, in der ein Drittel aller Esten leben. Mit als Erstes fällt uns das veränderte Fahrverhalten im Gegensatz zu Skandinavien auf. Hier regiert der Bleifuß und durchdrehende Reifen gehören zur städtischen Geräuschkulisse. Wie in vielen europäischen Großstädten treffen hier moderne Gebäude mit Einkaufszentren, Büros und weiteren neuen wachsenden Komplexen auf eine traditionsreiche altertümliche Geschichte.

Die pittoreske Altstadt von Talinn inklusive guterhaltener Stadtmauer, die zu den widerstandsfähigsten Wehranlagen in Nordost-Europa gehörte und der Domberg sind gut zu Fuß erkundbar.

Der Rathausplatz sowie auch die restlichen Straßen und Gassen locken mit akribisch restaurierten Häusern und einer Vielzahl von unterschiedlichen Lokalen, die preislich auf westeuropäischem Niveau liegen.

In den Nordosten über Rakvere zum Peipussee

Wir steuern die Burgruine Wesenstein an und bewundern diese aber nur von außen, da die Burg selbst zu einer Art Themenpark des Mittelalters für Familien gestaltet ist.      Nebendran bietet sich optisch als Motiv die riesige Skulptur eines Auerochsen von 7 Tonnen an, die anlässlich des 700. Stadtjubiläums von Rakvere enthüllt wurde.

Bei einem kurzen Stopp an der Ostsee bei Valaste liegt der, mit 30 m, höchste Wasserfall Estlands. Er versiegt in den Sommermonaten leider zu einem Rinnsal, ist aber auf Grund seiner 400.000 Jahre alten sichtbaren Gesteinsschichten interessant.

Wir fahren weiter gen Osten und das Landschaftsbild wird immer mehr von scheinbar unendlichen Getreideflächen geprägt. Kurz vor der russischen Grenze machen wir einen Abstecher zum einzigen, noch aktiven, russisch-orthodoxen Nonnen-Kloster Estlands, in Kuremäe.

Der Abschluss des Tages ist ein Aufenthalt am Peipussee, der etwa sieben Mal so groß wie der Bodensee und einer der größten Binnenseen Europas ist. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte ma meinen, er wäre die Ostsee. Kulturell und kulinarisch ist die Region russisch geprägt, da sich hier im 17. Jahrhundert Gegner der Reformierung der russisch-orthodoxen Kirche als Exil-Russen, die sogenannten  Altgläubigen, niedergelassen haben. Überall an der Straße stehen Zwiebelstände, daher wird die Route entlang des Peipussees auch die Zwiebelstraße genannt.

Die Wettervorhersage treibt uns leider Richtung Süden und so machen wir uns auf nach Lettland.

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